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Projektreise Tansania

In die­sem Jahr sind wir mit der Neven Subo­tic Stif­tung nach Tan­sa­nia geflo­gen, um vor Ort in der Pro­jekt­re­gi­on zu sehen, was wir mit den groß­ar­ti­gen Spen­den­gel­dern der CUP&CINO Foun­da­ti­on bewir­ken kön­nen und war­um sie so drin­gend gebraucht wer­den.

Inhaltsverzeichnis

Reisetagebuch Anreise

Los geht´s – Pro­jekt­rei­se nach Tan­sa­nia ist gestar­tet!

Unse­re Rei­se­grup­pe ist nach Tan­sa­nia auf­ge­bro­chen. Treff­punkt war der Flug­ha­fen Schip­hol in Ams­ter­dam, danach ging es über San­si­bar nach Dar Es Salaam. Es sind alle Teilnehmer*innen wohl­be­hal­ten ange­kom­men.

Die Flug­dau­er (mit einer Zwi­schen­lan­dung auf San­si­bar) betrug etwa 10,5 Stun­den, der Check-Out und der Weg zum Hotel noch­mal gute 3 Stun­den. Ein lan­ger Tag also, der durch­aus sei­ne Wir­kung hat­te: Die Pro­jekt­rei­se erschien vie­len Teilnehmer*innen bis kurz vor Abflug irgend­wie sehr weit weg. Und nun, im Flug­zeug, ohne Han­dy und Busi­ness-All­tag war alles sehr plötz­lich sehr nah. Es geht los. Jetzt.

Reisetagebuch Tag 2

Kari­bu – Will­kom­men in Dar es Salaam

Sehr ger­ne folg­ten wir der Ein­la­dung der deut­schen Bot­schaft in Dar Es Salaam. Bot­schaf­te­rin Regi­ne Heß hat uns herz­lich emp­fan­gen und es gab einen inter­es­san­ten Aus­tausch mit ver­schie­de­nen Vertreter*innen aus dem Kon­text der Ent­wick­lungs­zu­sam­men­ar­beit. Unse­re Arbeit wird wahr­ge­nom­men und geschätzt. Das freut uns sehr und wir hof­fen auf einen Aus­bau der geknüpf­ten Bezie­hun­gen.

Im Anschluss durf­ten wir uns etwas in der 7,5 Mil­lio­nen-Stadt umse­hen und haben einen Ein­druck über das all­täg­li­che Trei­ben gewon­nen. Um es zusam­men­zu­fas­sen: Dar es Salaam ist ein auf­re­gen­der Ort, pul­sie­rend und quir­lig. Die Grö­ße und Ener­gie die­ser Stadt wird sicher noch ein­mal deut­li­cher, wenn wir mor­gen Rich­tung Iringa auf­bre­chen und Stadt gegen Land tau­schen.

Reisetagebuch Tag 3

Trans­fer nach Iringa

Dar es Salaam endet an sei­nen Stadt­gren­zen abrupt. Irgend­wo steht ein letz­tes Gebäu­de, danach lässt reißt die Infra­struk­tur schlag­ar­tig ab. Inner­halb von weni­gen hun­dert Metern ver­än­dern sich die Lebens­um­stän­de dras­tisch. Siche­res und sau­be­res Trink­was­ser ist ab Stadt­aus­gang kei­ne Selbst­ver­ständ­lich­keit mehr.

Auf dem Weg nach Iringa pas­sier­ten wir ein paar Sied­lun­gen, die sich zumeist direkt an der viel­be­fah­re­nen Ver­bin­dungs­stra­ße Stra­ße ansie­deln. Sie ist der ein­zi­ge direk­te Weg zwi­schen den bei­den Orten und für vie­le Men­schen Ein­kom­mens­quel­le und Lebens­mit­tel­punkt zugleich. Wir durch­quer­ten den Mikumi Natio­nal­park und fuh­ren über meh­re­re Gebir­ge. Die Momen­te, die wir mit einem Blick aus dem Auto­fens­ter fest­hal­ten konn­ten, waren sehr beson­ders.

Reisetagebuch Tag 4

Leben ohne Zugang zu sau­be­rem Was­ser

Für Men­schen, die einen dau­er­haf­ten Zugang zu sau­be­rem und siche­rem Trink­was­ser gewohnt sind, sind die Lebens­um­stän­de wie in der Schul­ge­mein­de Itu­litu­li kaum begreif­bar – selbst wenn man es mit eige­nen Augen gese­hen hat. Die Anstren­gun­gen, um ein Min­dest­maß an Was­ser zu beschaf­fen, sind immens. Eini­ge Kin­der haben uns gezeigt, wie die ein­zi­ge Hand­pum­pe der Schul­ge­mein­de bedient wird. Und wir durf­ten es auch selbst ver­su­chen. Erwach­se­nen Män­nern aus unse­rer Grup­pe ist es gera­de so gelun­gen, einen 20 Liter-Eimer zu fül­len. Das Was­ser kommt, trotz gro­ßem Kraft­ein­satz, nur in klei­nen Schü­ben. Als Ergeb­nis sind vie­le Kin­der wäh­rend ihres Schul­ta­ges mehr mit anstren­gen­dem Pum­pen als mit dem Unter­richts­be­such beschäf­tigt.

Wir sind sehr froh, dass die­se Schul­ge­mein­de schon bald eine Was­ser- und Sani­tär­ver­sor­gung erhält. Die­ser Gedan­ke fängt die heu­ti­gen schwie­ri­gen Ein­drü­cke etwas auf. Aber: Wir wis­sen auch, dass es viel zu vie­le die­ser Orte gibt, die noch nicht mit einem Lächeln nach vor­ne schau­en kön­nen. Es liegt in unser aller Ver­ant­wor­tung, das zu ändern.

Reisetagebuch Tag 5

Die­ser Tag ver­än­dert alles!

Die Njo­jo Schu­le zählt 351 Schü­le­rin­nen. An die­sem Tag waren sicher fast alle da (natür­lich auch Lehrer*innen, Eltern und wir), denn es wur­de ein sehr wich­ti­ges Ereig­nis gefei­ert.

Direkt neben dem Schul­ge­bäu­de wur­de der in den letz­ten Tagen gebohr­te Brun­nen (95 Meter tief) gespült. Dazu wird mit ca. 20 bar Luft in das Rohr gebla­sen, die das Was­ser von unten nach oben drückt, um Sand und klei­ne Stei­ne aus dem Rohr zu ent­fer­nen. In die­sem Moment tritt zum ers­ten Mal seit Bestehen der Gemein­de fri­sches, sau­be­res und siche­res Grund­was­ser an die Ober­flä­che. Ab jetzt ist für alle sicht- und spür­bar, dass die täg­li­che Was­ser­be­schaf­fung nicht mehr den Tages­ab­lauf bestim­men wird und das nie­mand mehr durch unsi­che­res Was­ser krank wer­den oder gar ster­ben muss. Es ist der ers­te Schritt in ein gesun­des und selbst­be­stimm­tes Leben.

Es dau­ert nun nur noch weni­ge Wochen, bis die Pum­pe instal­liert ist, die Lei­tun­gen ver­legt und die Sani­tär­ein­rich­tun­gen gebaut sind. Danach pro­fi­tie­ren ins­ge­samt ca. 2.800 Men­schen von die­sem WASH-Pro­jekt.

Reisetagebuch Tag 6

Maji ni Uhai – Was­ser ist Leben!

Heu­te wur­de die Kasa­gna Schul­ge­mein­de besucht. Die­se ist seit einem hal­ben Jahr an eine Was­ser- und Sani­tär­ver­sor­gung ange­schlos­sen, die aus den Spen­den­gel­dern der CUP&CINO Foun­da­ti­on ent­stan­den ist. Wir sind wahn­sin­nig stolz auf unse­re Kund*innen, Geschäftspartner*innen, Mitarbeiter*innen und Freund*innen die das ermög­licht haben. Es ist ein­fach nicht fair, dass es immer noch so vie­le Men­schen auf die­ser Welt gibt, die kei­nen Zugang zu sau­be­rem Was­ser haben. Gemein­sam kön­nen wir das ändern!

Der Ver­gleich zwi­schen der ers­ten besuch­ten Itu­litu­li-Gemein­de und Kasan­ga kann nicht deut­li­cher aus­fal­len und hat uns alle bestärkt. Dar­in, dass nicht nur rich­tig, son­dern wich­tig ist, die eige­nen Poten­tia­le für die Men­schen zu nut­zen, die nicht mit den sel­ben Vor­aus­set­zun­gen leben, wie wir es tun. Es ist eine Fra­ge von Gerech­tig­keit.

Was­ser ist ein Men­schen­recht!

Reisetagebuch Abreise

Wir sind dank­bar! Nach 10 Stun­den Flug sind alle Mit­rei­sen­den wie­der in Ams­ter­dam gelan­det. Die­se Rei­se hat uns noch ein­mal gezeigt, wie wich­tig unse­re Arbeit der CUP&CINO Foun­da­ti­on ist. Es ist ein­fach nicht fair, dass es immer noch so vie­le Men­schen auf der Welt gibt, die kei­nen Zugang zu sau­be­rem Was­ser haben.

Das letz­te Video zum Abschluss der Stif­tungs­rei­se 2022 fasst noch­mal eini­ge Momen­te und Emo­tio­nen Momen­te zusam­men.

 

#fora­fair­cof­fee­world ♥

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